Thursday, 12. january 2012 4 12 /01 /Jan. /2012 15:45

Auszug aus Shoud 2 der e2012 Serie des Crimson Circle

Adamus St. Germain:
Nun, liebe Shaumbra, die Mysterienschulen, Transsilvanien, Ende des 18. Jahrhunderts, und Zeit, sie zu schließen. Und als wir das taten, kehrtet ihr - alle Studenten - in die Welt zurück. Manche von euch gingen zurück nach Europa. Manche von euch gingen nach Russland oder hierher in dieses neu aufstrebende Atlantis, das man jetzt die Vereinigten Staaten nennt. Ihr nahmt das Wissen mit. Ihr nahmt die Einsichten mit. Das hat einigen Wind gemacht. Es zog beinahe so etwas wie einen Kult nach sich. Die Leute wollten immer noch glauben, dass die Mysterienschulen offen waren, obwohl sie es nicht mehr waren. Sie wollten glauben, dass es mehr im Leben gab als das, was sie erlebten, mehr als die Monarchien und die deren Regierungen, mit denen sie lebten, und die Beschränkungen, und daher wollten sie daran glauben, dass die Mysterienschulen überlebt hätten. Das war auch so, aber nur in euren Herzen. Nicht mehr in Gebäuden - in euren Herzen.

Viele Gerüchte entstanden darüber, wo diese Schulen sich befanden, und es war ein Weilchen amüsant zu beobachten, wie so manche religiöse Orden sich zu ihren neuen Kreuzzügen versammelten, um die Mysterienschulen niederzubrennen. Natürlich gab es keine. Sie fanden die falschen Burgen und bezichtigten die Menschen der falschen Vergehen, brannten die Burgen trotzdem nieder, obwohl sie gar keine Mysterienschulen waren, und das ging lange so weiter. Das schürte die Mythen und die Faszination um die ganze Sache so weit, bis gewisse Orden (er sieht wieder Sart an), gewisse religiöse Orden, es nicht mehr aushielten. Sie wussten, dass sie ihre eigene Form der schlechten Publicity für diese Mysterienschulen machen mussten. Daher erfanden sie eine Art Geschichte rund um dieses Wesen… um dieses Wesen, das sich selbst nicht im Spiegel sehen konnte, und das andere ebenfalls nicht sehen konnten.

Natürlich nicht! Wenn du an diesen Punkt der Bewusstseinsschwingung kommst, wirst du dich selbst im Spiegel nicht sehen. Manche von euch hatten schon den einen oder anderen flüchtigen Eindruck davon - in einen Raum zu kommen und für einen kurzen Augenblick nicht dort zu sein. Warum? Weil eure Schwingung, euer Bewusstsein, sich zu entwickeln beginnt. Ihr werdet euch selbst nicht mehr als Reflexion sehen. Ihr werdet euch als Präsenz sehen. Danke. (Er übergibt Linda seinen Umhang.) Als Präsenz. Andere Leute werden euch auch nicht im Spiegel sehen. Es war also bedeutsam zu sagen, dass dieses Wesen sich selbst nicht im Spiegel sehen konnte.

Und sie trugen den Mythos weiter. Sie sprachen davon, dass er einem das Blut aussaugen wollte. Nun, ich hatte durchaus so eine Angewohnheit, und habe sie immer noch… (Gelächter) Nicht so, liebe Freunde, aber wenn man jemanden küsst… (Er sieht eine Frau an.) Würdest du aufstehen? Komm herauf. (Gelächter)

Elisabeth: O-M-G.

Adamus: Genau, O-M-G. BFF. Wenn man also jemanden küsst… (Adamus küsst sie auf beide Wangen.)

Elisabeth: Danke.

Adamus: …dann ist das auf den Wangen eigentlich nicht besonders erregend. Es gibt dort nicht viele Energiepunkte, in den Wangen.

Elisabeth: Mm hmm.

Adamus: Aber… (Er küsst sie auf den Hals.) Genau hier hinten. Das hat dir Gänsehaut gemacht, oder?

Elisabeth: Mm hmm.

Adamus: Mir auch! (Gelächter)

Elisabeth: Jaaa. (Adamus lacht)

Adamus: Genau hier hinten. Merkst du den Unterschied?

Elisabeth: Mm hmm.

Adamus: Nun, man kann heutzutage natürlich nicht rumlaufen und einfach so… (Adamus küsst sie nochmal auf den Hals) herumküs-… hmmm, riecht gut… herumküssen. Oder vielleicht könnte man es durchaus. Andere Seite. (Er küsst die andere Seite ihres Halses.)

Elisabeth: O-M-G! (Sie kichert.)

Adamus: Mmm, also… Ich hoffe, es war schön für dich.

Elisabeth: Es war sehr schön.

Adamus: Ja, ja. Zigarette, irgendjemand? (Gelächter) Nun, das benutzten sie natürlich. Sie benutzten all diese Geschichten, setzten sie zusammen und trieben einen eher zweitklassigen Autor auf, der einige Bücher geschrieben und sich ein bisschen mit Esoterik befasst hatte - er hatte Hypnotisieren gelernt und ähnliches, war aber im Grunde seines Herzens eigentlich furchtbar steif und konservativ und sehr, sehr loyal dem damaligen britischen Monarchen gegenüber, es war ein Ire namens Bram Stoker. Sie bezahlten ihn fürstlich, damit er ein Buch schrieb - Dracula - und ihn darin dämonisierte, denn sie dachten, wenn sie das täten, wenn sie diese Kultfigur erschaffen würden, diesen Dracula… Und sie taten das auf Basis von wahren und unwahren Dingen, und natürlich zogen sie dazu auch die Geschichten über Vlad, den Pfähler heran, weil diese in Rumänien, in Transsilvanien, so bekannt waren, und machten aus all dem eins. Das Buch wurde im späten 19. Jahrhundert veröffentlicht, 1897 - ein Versuch, dieser ganzen Faszination rund um die Mysterienschulen Einhalt zu gebieten, rund um mich - obwohl ich nie erwähnt wurde - und rund um euch.

Es funktionierte auch bis zu einem gewissen Grad, aber… aber… (Er nimmt einen Schluck Cola.) Gutes Blut. Hmmm. (Gelächter) Es funktionierte bis zu einem gewissen Grad, aber was habt ihr heute? Wie schließt sich der Kreis? Mit einer neuen Faszination für Vampire, sehr zeitgemäß. Neuenergetische Vampire, vegane Vampire. (Gelächter) Es ist wahr. Ich erfinde das nicht. Seht euch "Twilight" an oder die anderen Sachen.

Linda: "True Blood."

Adamus: Eine ganz neue Faszination für das Unsterblichsein. Dafür, unsterblich zu sein, aber trotzdem hier auf der Erde zu sein, im physischen Körper zu stecken.

Nun, natürlich wird es noch um einiges Dramatisches und Hinterlistiges ergänzt, doch es gibt diese neue Faszination. Die Menschen möchten wissen, was jenseits ihres Menschseins liegt, und sie erforschen es zurzeit auf phänomenale neue Arten. Sie wollen Bescheid wissen, wie sie es vor hunderten Jahren wollten, als die Mysterienschulen ihre Pforten schlossen; es muss noch etwas anderes geben. Und das gibt es. Und es kommt langsam ans Licht. Es geschieht langsam. Es verursacht viele Kontroversen überall, überall auf diesem Planeten. Ihr seht es jeden Tag. Es verursacht viele Kontroversen an dem Ort, den ich die erdnahen Reiche nenne, wo viele der Verstorbenen - wie in dem Lied, das gerade gespielt wurde - sich herumtreiben. (Er meint das Lied, das unmittelbar vor dem Shoud gespielt wurde, namens "Dearly Departed" von DeVotchKa.) Es verursacht viele Kontroversen in einigen Kräften des Kosmos, die, wie wir es bereits besprachen, nicht an einen Gott glauben. Sie glauben nicht an einen Spirit. Sie glauben überhaupt nicht an viel, außer an sich selbst - es ist selbstverständlich nichts Falsches daran, an sich selbst zu glauben, aber an das Volle Selbst. Das Selbst, das sich nicht von irgendetwas anderem nähren muss; das Selbst, das weiß, dass das Gleichgewicht bereits im Inneren vorhanden ist, dass die Werkzeuge bereits vorhanden sind, und dass man sie benutzen kann, wann man will; das Selbst, das vom Massenbewusstsein, vom alten Denken losgelöst ist. Die Menschen wollen im Moment wissen, dass es Magie gibt.

Nun, sie gehen ein wenig in die Irre. Sie glauben, Magie bestünde darin, plötzlich Gold zu manifestieren und Ähnliches (er streckt seine Hand aus) - ihr habt erwartet, ich würde das jetzt tun, nicht wahr? - plötzlich Gold in der Hand zu manifestieren, übers Wasser zu gehen, Tricks von dieser Art. Aber die wahre Magie ist das Gewahrsein deiner selbst, deiner Präsenz im Hier und Jetzt, in jeder Dimension, in der du agierst.

Ihr glaubt gerne, dass ihr nur hier agiert, aber ihr agiert in einer Vielzahl an Dimensionen. Das ist sozusagen das Zentrum, Pete. Du brauchst dein Bein nicht zu bewegen; ich werde nochmal dagegentreten. Das ist sozusagen das Zentrum, wo so vieles davon geschieht. Ja, viele tolle Dinge geschehen für euch, mit euch, in diesen anderen Reichen. Dies ist sozusagen der Punkt, wo all das zusammentrifft, wo alles in den Mittelpunkt rückt und sich alles materialisiert.

Also, meine lieben Freunde, um die Geschichte zu beenden; es gab tatsächlich einen Dracula, und Dracula brauchte niemandem irgendetwas wegzunehmen. Dracula hatte begriffen, dass er unsterblich war. Er lebte weiter und weiter. Dracula hatte begriffen, dass er auf diesem Planeten in physischer Form sein konnte. Er konnte auch in nichtphysischer Form auf diesem Planeten sein, oder wo immer er sonst gerade sein wollte. Es steckt ein kleiner Dracula in uns allen. Lasst nicht zu, dass das, was sie predigen (Gelächter, als er wieder Sart ansieht), eure Wahrnehmung eurer selbst verändert. Und ich weiß, das ist ein Thema, über das wir immer und immer wieder reden: Zweifel. Zweifel kommt auf.

Die letzten paar Wochen waren eine Zeit besonders starker Zweifel. Gerade als ihr dachtet, ihr hättet einiges hinter euch gebracht, da kommt es zurück. Ihr spürt diesen Zweifel, und er wird noch eine Weile bleiben. Er wird euch eine Weile stoßen, bis er - euer Zweifel und teils auch der aus dem Massenbewusstsein - bis dieser Zweifel bemerkt, dass er nichts mehr hat, gegen das er stoßen könnte. Genau wie der Vampir, der sich - oder die sich – im Spiegel nicht sieht, weil sie sich nicht mehr zu sehen brauchen. Sie brauchen die Reflexion nicht mehr zu sehen. Sie brauchen diesen Eindruck aus dem Außen nicht. Es ist genau hier. Genau hier. (Herz) Es ist real.

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Friday, 25. november 2011 5 25 /11 /Nov. /2011 13:42

Erleuchtung zu erlangen oder aufzusteigen, das ist nur eine Wahl. Was sagen uns diese Worte? Gar nichts. Was ist bloß Erleuchtung, was Aufstieg? Und was heißt wählen? Ich hab schon  tausendmal gewählt, im Lotto zu gewinnen und – was ist? Auch nichts.

 

Es sagt sich so leicht, es ei nur eine Wahl. Es sind Worte, hohl und leer, wenn man sie nicht fühlen kann… denn eine Wahl trifft man aus dem Gefühl heraus, nicht mit dem Verstand.

 

Ich habe mich schon vor langer Zeit entschieden aufzusteigen. Das war sicher, da braucht man ja erst mal nichts zu tun. Und vielleicht geht ja sowieso alles an mir vorüber. Ich kann das bestimmt nicht, ich bin nicht der Typ für Erleuchtung, ich muss noch zu viel lernen, ich bin ein viel zu kleiner Mensch, ich halte die hohe energetische Schwingung gar nicht aus, ich hab’s nicht so mit dem Fühlen… Alles bullshit, alles Makyo (spiritueller Mist).

 

Es ist eine Wahl, aber davor steht die Angst vor dem Ungewissen, die Angst, sich aufzulösen, wenn man die Schwelle erst einmal übertreten hat, Angst davor, irgendetwas unwiederbringlich zu verlieren (das Menschsein nämlich). Eigentlich kann man sofort aufsteigen, erleuchtet sein, wenn man es wählt, doch all diese Ängste hindern, all das, was der Verstand je darüber erfahren hat, hindert, der menschliche Aspekt selber, der sich insbesondere davor fürchtet, dass er irgendwie ausgelöscht werden könnte, hält ganz besonders am Status quo fest. Er will keine Veränderung. Egal, wie bescheiden das Leben aussieht, das jedenfalls kennt man, was nach einem Aufstieg kommen würde, das kennt man nicht. Also bleiben wir doch beim Alten!

 

Als nächstes kommt dann die bange Frage, wie man es nur aushalten kann, mit dem Göttlichen im Körper verbunden zu sein. Was würde sich ändern? Alles ungelöste Rätsel, die es geraten erscheinen lassen, einfach noch ein bisschen weiterzumachen, noch ein wenig länger warten, vielleicht ist das Leben auf der Erde doch nicht so schlecht, man könnte es ja noch mal mit ein paar Inkarnationen probieren…

 

Doch tief drinnen weiß man es, wenn man sich auf anderen (als der menschlichen) Ebenen entschieden hat. Es führt kein Weg dran vorbei, da kannste zetern, kannste schreien, es ist nur eine Frage der Zeit. Auch wenn alle Teile in dir widerstreben, Bedenken oder Angst haben… es geht vorbei. Der Aufstieg ist sicher, sofern du die Entscheidung im Gefühl getroffen hast. Und das mag wiederum den aufstiegswilligen Teil erfreuen: Wenn du dich erinnern kannst, diese Sicherheit einmal gefühlt zu haben, dann wirst du unweigerlich auch aufsteigen. Also genieße den Prozess – versuch es jedenfalls….

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Monday, 26. september 2011 1 26 /09 /Sept. /2011 15:15

Ich muss lachen, eben habe ich meinen heutigen Beitrag über das Leben, und was das eigentlich ist, fertig geschrieben, kopiert, um es in overblog einzufügen, da streikt das Programm, muss geschlossen werden und alles, alles, was ich eben mit einem Stoßseufzer fertiggestellt hatte, ist verschwunden. Zwar hatte ich es noch kopiert, aber wenn das Schreibprogramm nicht mehr funktioniert, dann kopiert es auch nichts. Also, alles weg…

 

Eigentlich zu Heulen, denn ich habe mich bereits stundenlang davor gedrückt, diese meine Weisheiten schriftlich zu fixieren. Aber auch wieder zum Lachen, weil damit deutlich wird, wie Aspekte funktionieren und das erschaffen, was wir Leben nennen.

 

Ich gehe mal davon aus, dass mein Gefühlsaspekt es vielleicht nicht gern sieht, wenn ich „aus der Schule plaudere“ und die Dinge, die mir schwer fallen, einfach so vor aller Augen und Ohren präsentiere. Und doch möchte ich genau diese Schwierigkeiten mitteilen, weil ungefähr alle anderen Menschen die gleichen haben dürften. Und so versuche ich, mit Respekt vor meinem inneren Kind (das gefühlvolle Wesen in mir) dennoch die Essenz der Erkenntnis rüberzubringen.

 

Sein Leben zu verändern oder neu einzurichten, bedeutet keinesfalls, die Dinge im Außen zu verändern. Das Außen ist immer nur die Projektion dessen, was im Inneren vor sich geht oder eben nicht geht.

 

Leben bedeutet zu fühlen. LEBEN IST FÜHLEN! Sich vor bestimmten Erfahrungen oder möglichen Schmerzen zu verschließen, bedeutet, Barrieren zu errichten, Blockaden, die uns eigentlich nicht vor Schmerzen schützen sondern das Leben (= Gefühl) von uns fernhalten sollen. Wir leben nicht richtig, wir existieren oder vegetieren vor uns hin. Da können wir noch so viel Action im Außen veranstalten, Leben ist das nicht!

 

Um sein Leben wirklich zu verändern, ist es notwendig, sich mit seinem Göttlichen Selbst zu verbinden. Die Verbindung ist vollzogen, wenn wir vollständig offen sein können, ohne Wenn und Aber offen für alles, was ist. Auch wenn das bedeutet, Schmerzen, Frust, Enttäuschung in aller Tiefe zu erfahren. In genau der gleichen Intensität erfahren wir aber auch Freude, Liebe, Wonne und alles, was wir als positiv bewerten würden (wenn wir bewerten würden…) Sind wir offen, sind wir auch verbunden, und aus dieser Verbindung heraus können wir alles erschaffen, was wir uns je gewünscht haben. Das erscheint dann von ganz allein im Außen (es dauert nur, was an der langsam schwingenden materiellen Dimension liegt).

 

Das ist ungefähr der Punkt, an dem ich im Moment stehe. Es macht Angst, das Leben in aller Offenheit und Intensität ohne jegliche Kontrollmöglichkeit fühlen zu müssen/können/dürfen… Aber es ist der nächste Schritt.

von der Meister
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Friday, 26. august 2011 5 26 /08 /Aug. /2011 12:10

guided breathing relaxation music by Paul Collier

 

Lasse dich vom Atemgeräusch inspirieren und bleibe bei deinem eigenen Rhythmus…

 

 

 

 

von der Meister
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Thursday, 18. august 2011 4 18 /08 /Aug. /2011 10:54

Wenn ich bspw. ein neues Projekt durchdenke und überlege, ob und wie es sich realisieren lässt, erwische ich mich immer wieder dabei, in der Vergangenheit nach ähnlichen Erfahrungen zu suchen und zu denken, dass es so ja nicht geht, weil es so bisher noch nie funktioniert hat.

 

Das ist der Verstand. Er arbeitet nach diesem Prinzip. Er sucht in der Vergangenheit nach Beispielen, vorzugsweise nach negativen, und wenn er etwas gefunden hat, triumphiert er mit solchen Gedanken: „Siehst du, es geht ja nicht, denn es ging doch nie so!“ Und wir glauben ihm.

 

Im Grunde fallen wir auf unser Gehirn herein. Der Verstand greift auf Erfahrungen zurück und projiziert sie in die Zukunft. Und genau das generiert ähnliche Erfahrungen. Wir agieren, wie die Hamster im Rad, wir nehmen die Vergangenheit und machen unsere Zukunft daraus, denn was passiert im Hier und Jetzt? Wenn wir auf unsere Erfahrungen vertrauen, dass sie sich auf immer gleiche oder ähnliche Weise wiederholen, dann KANN auch nichts anderes passieren als ständige Wiederholungen!

 

Beispiel: Als ich von Hamburg in den tiefen Süden zog, fand ich nicht gleich einen guten Frisör, der mir für einen ähnlichen Preis wie vorher die Haare ähnlich sehr gut geschnitten hat. Im Gegenteil, ich war enttäuscht, ich hatte das Doppelte bezahlen müssen, aber der Schnitt war nicht halb so gut und hielt auch nur halb so lange, bis wieder nachgeschnitten werden musste. Ich hatte Vorurteile und war überzeugt, dass es in dieser Gegend neben schlechten Einkaufsbedingungen eben auch nur schlechte Frisöre gäbe. Nach und nach probierte ich etliche andere Haarschneider aus, aber das Ergebnis wurde schlecht und schlechter. Egal, welchen Frisörladen ich aufsuchte, ich war enttäuscht. Und bei jedem Haarekämmen stand ich vor dem Spiegel und betrachtete das Malheur und ärgerte mich. Ich wechselte weiter die Geschäfte, dehnte mein Suchgebiet sogar aus, aber ich fand keinen, der Gnade vor meinen Augen fand.

 

So ging das rund 10 Jahre, bis es tatsächlich geschah, dass ich nicht wie früher nach drei Monaten zum Nachschneiden ging sondern schon nach drei Wochen war die Frisur nicht mehr zu halten. Sie sah unmöglich aus. Also suchte ich einen weiteren Laden auf, den ich bisher noch nicht ausprobiert hatte. Und diese Frau hat es geschafft, dass ich mir eine Baseballmütze und eine große Sonnebrille kaufte, um unter dieser Verkleidung unerkannt und vor allem ungesehen meine Haare wachsen zu lassen, denn dieser letzte Schnitt hat mir vollkommen den Rest gegeben! Es war überall zu kurz, nichts mehr auszugleichen, ich sah aus wie ein ausgefranstes Stoppelfeld!

 

So wurden meine Haare lang und länger, und irgendwann musste ich sie dann doch wieder kürzen lassen. Also ging ich zum Frisör um die Ecke, den ich nie zuvor aufgesucht hatte (warum nur???). Ich hatte keine negative Erwartungshaltung, denn es ging ja nicht um eine Kurzhaarfrisur, die einen perfekten Schnitt erfordert. Wie überrascht war ich, als ich feststellen musste, dass gleich der nächste Frisör in der Nähe meines Hauses überaus hervorragend ausgebildete Angestellte hatte, die mir sehr kunstvoll das lange Haar zu einer schönen Frisur schnitten!

 

Diesen Frisör hatte ich vorher nie in Betracht gezogen. Aber was eigentlich passiert war, war dies: Meine inneren Anteile, Aspekte, die das erschaffen, von dem sie glauben, dass ich es haben will, haben aufgrund meines immer stärker werdenden Gefühls geglaubt, dass ich diese miesen Frisöre haben wollte. Sie beurteilen nicht, was ich wünsche, sie erschaffen es mir. Und das tun sie aufgrund des Gefühlspegels. Habe ich starke Gefühle, egal ob freudige oder die der Abwehr, erschaffen sie mir genau das, was die stärksten Gefühle hervorruft. In diesem Fall waren es miese Frisöre. Es hat hundertprozentig funktioniert!

 

Also funktioniert es auch anders herum. Inzwischen lobe ich alles, was ich früher eigentlich eher negativ bewertet habe. Und ich lege meinen Fokus mehr auf die Dinge, die geklappt haben, hervorragend sind und mir Freude machen, denn genau diese Gefühle generieren ähnliche Erfahrungen in der Zukunft.

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